Mutige Fische und eine spannende Geschichte, die quasi von selbst entstand. Von der Idee zum liebevoll gestalteten Kinderbuch – erlebe mit, wie „Leni Lachs“ sich wandelte vom Impuls-Text zum Vor- und Mitlesevergnügen für Grundschulkinder und tierliebende Erwachsene. Ein Blick hinter die Kulissen ...
„Wer soll das lesen, Kinder oder Erwachsene?“ Die Worte unserer Dozentin Regina Schleheck beim Literaturlabor Leverkusen trafen ins Schwarze. Ich starrte sie an wie Leni Lachs vor einem Riesenraubfisch. Leni war die Hauptfigur der Tiergeschichte, die ich soeben vorgelesen hatte. Na ja, ihr Name klang tatsächlich nach Kinderbuch. Dabei war mir die Short Story zum vorgegebenen Motto „Wassergeister“ aus den Fingern geflossen, weil eine Fernsehdokumentation über Bären und Lachse mich am Vorabend schwer beeindruckt hatte. Noch am selben Abend hatte ich weiter recherchiert, weil ich bis dato von diesen tierischen Helden keine Ahnung gehabt hatte. An Kinder als Zielgruppe hatte ich nicht gedacht, weder bei der Recherche noch beim Schreiben. An gar keine Zielgruppe hatte ich gedacht, nur an diese selbstlosen, mutigen Fische und ihre natürlichen Feinde.
Beim nächsten Literaturlabor berichtete meine Tischnachbarin Cornelia Schade von ihren Enkelkindern, wie sie sich beim Vorlesen für Leni und ihren Freund Sören Salm begeistert hatten. Cornelia, Kunstlehrerin und Grafikerin, schlug vor, gemeinsam ein Kinderbuch daraus zu machen. Coole Idee, dachte ich, warum auch nicht? Wir unterteilten die Kurzgeschichte in Portionen, zu denen sie daheim bunte Bilder malen wollte.
Bei unserem nächsten Treffen im Café Goldmund präsentierte sie mir ihre Kunstwerke. Wow, sie sind wunderschön! Schmunzelnd berichtete sie mir, dass ihre Enkelin sich kürzlich geweigert hatte, ein Fischbrötchen zu essen, denn „Es könnte mit Leni oder Sören belegt sein!“ Der große Bruder hatte daraufhin erklärt, dass Lachse sowieso gefressen würden, wenn nicht von ihr, dann von einem anderen Tier.
Oh je, dachte ich, wie werden die Eltern damit umgehen? Cornelia brachte mir schonend bei, was die Mutter der Kinder von der Leni-Lachs-Geschichte hielt: grausam, gruselig, grenzwertig.
Nun ja, kindgerecht war sie tatsächlich nicht. Schrittweise passte ich die Vorlesegeschichte stilistisch und inhaltlich der Grundschulkinder-Zielgruppe an. Zum Schluss machte ich aus dem offenen Ende sogar ein Happy End, das Kinder lieben und das auch meine Seele streichelt. Ob die Veröffentlichung meines ersten Kinderbuches ebenfalls zum Happy End führt? Cornelia, ihre Enkelkinder und ich hoffen es!
Noch ist das Buch im Druck. Warum ich mich speziell bei „Leni Lachs“ fürs Selfpublishing entschieden habe, erzähle ich ein andermal. Es bleibt spannend …
Das Beitragsbild habe ich übrigens Cornelias vielen Entwürfen entnommen. Tatsächlich sieht das Cover inzwischen ziemlich anders aus. Wie es aussieht, zeige ich hier, wenn das Buch fertig gedruckt ist.
EINE BITTE: Wenn du meinen SchreibBlog abonnierst, weiß ich für wen ich schreibe. Dann macht mir das Bloggen viel mehr Spaß und ich würde versuchen, meine Themen auch nach dir auszurichten.
Trotzdem wirst du nur alle 1 bis 2 Monate eine BlogNachricht von mir bekommen, denn Qualität ist mir und bestimmt auch dir viel wichtiger als Quantität.
